Am 10. Februar 2019 stimmen wir über den Staatsvertrag zwischen den Kantonen Baselland und Basel-Stadt betreffend das neue gemeinsame Universitätsspital Nordwest ab. Es ist einer der wichtigsten Urnengänge seit langem, der eine grundsätzliche  Weichenstellung im Gesundheitswesen vornimmt. Zwar tun wir Baselbieterinnen und Baselbieter gut daran, bei geplanten Fusionierungen mit dem Stadtkanton jeweils Vorsicht walten zu lassen. Als einer, der grossen Wert auf ein selbständiges Baselbiet legt, kann ich Ihnen aber ein klares JA zur Spitalfusion empfehlen. Gerade unsere Region eignet sich optimal für eine enge Zusammenarbeit der Gesundheitssysteme, denn viele Baselbieter beanspruchen seit jeher Leistungen der baselstädtischen Spitäler. Gleichzeitig wissen wir alle, dass die Gesundheitskosten immer teurer werden, was sich vor allem an den bald unbezahlbaren Krankenkassenprämien zeigt. Hier versucht die Spitalfusion, welche die Handschrift von Regierungsrat Thomas Weber trägt, einen wichtigen Beitrag zur Kosteneindämmung zu leisten.

Die Baselbieter Bevölkerung kann vom Staatsvertrag entscheidend profitieren: So werden die Standorte Liestal, Bruderholz und Laufen garantiert und in eine tragfähige Zukunft geführt. Die Vorlage rechnet realistischerweise mit Einsparungen von mindestens 70 

Millionen Franken pro Jahr, wobei die finanzielle Entlastung für unseren Kanton mit jährlich 7 Millionen Franken zu Buche schlagen wird. Damit leistet die Spitalfusion einen überaus sinnvollen Beitrag zur Dämpfung des permanenten Kostenwachstums im  Gesundheitswesen. Da das Kantonsspital Baselland und das Universitätsspital Basel beide nicht den Selbstfinanzierungsgrad erreichen, der langfristig zur Aufrechterhaltung des heutigen Leistungsangebots notwendig wäre, erweist sich ein Zusammengehen als vernünftig und sachgerecht. Weil auch wir Baselbieter in Zukunft auf ein qualitativhochwertiges Gesundheitsangebot zu tragbaren Kosten zählen wollen, empfehle ich Ihnen, ein klares JA zur Spitalfusion der Kantone Baselland und Basel-Stadt in die Urne zu legen.

brunner urs

Urs Brunner, Einwohnerrat und Landratskandidat SVP