Das Baugesuch wurde vom Verband der islamischen Kulturzentren (VIKZ) am 20.11.2018 beim Bauinspektorat in Liestal eingereicht. Ab dem 01.12.2018 lief die zehntägige Einsprachefrist, also bis zum 10.12.2018. Die Gemeinde hat am 06.12.2018, also am 6. Tag, Einsprache eingereicht. Am 10.12.2018 erfuhr unsere Fraktion auf Umwegen durch Anwohner vom Baugesuch. Am 13.12.2018 kritisierte ich auf dem Onlinemagazin für die Region, Prime News, das Verhalten des Gemeinderates, da er im Vorfeld nie über das geplante islamische Kulturzentrum informiert hat.

Shams Ul-Haq warnt in seinem soeben im Orell Füssli publizierten Buch «Eure Gesetze interessieren uns nicht», dass wenn eine Moschee - offiziell - als Kulturverein geführt wird, sich dahinter leicht ein radikal-islamisches Gebetshaus verbergen kann. Ebenfalls warnt Saida Keller-Messahli vor dem VIKZ. Es gehe bei diesem «erzkonservativen Verband» darum, seine Strukturen hochzufahren. Hinter der freundlichen Fassade des VIKZ würden sich Kräfte mit Verbindungen zu demokratiefeindlichen Organisationen verbergen (Basler Zeitung vom 20.12.2018).

Der für die Geschichte der westlichen Welt so entscheidende Grundsatz der Trennung von Staat und Kirche (Laizismus), von weltlicher und geistlicher Herrschaft, hat im Islam bis heute keine Entsprechung. In seiner Weltsicht ist Allah der einzige Souverän. Der Islam ist somit nicht nur Religion, sondern erhebt zugleich weiter reichende politische Herrschaftsansprüche.

brunner urs

Urs Brunner, Einwohnerrat und Landratskandidat SVP