Es ist erstaunlich, wie viele Billag-Befürworter sich eine Zwangssteuer überstülpen lassen. Wenn man diesen Leuten sagen würde, sie müssten für CHF 450.-- pro Jahr die BaZ oder bz abonnieren, würden sie sich rundweg dagegen wehren und dies vehement ablehnen. Diese Zwangsgebühren aber werden selbstverständlich akzeptiert. Wo bleibt da die Selbstbestimmung und Entscheidungsfreiheit? Zur Demokratie gehört auch die Medienfreiheit. Woher die Verfechter eines NEINs zu «No Billag» wissen, dass der SRG der Stecker gezogen wird, ist mir unerklärlich. Für mich kommt dies einfach einem Nachplappern der Bundesrätin gleich. Auch sie weiss es nicht, ob es soweit kommt. Ein JA zu «No Billag» kann eine Chance für die SRG sein, innovativ zu werden und Sendungen zu produzieren, die von vielen Bürgern angeschaut werden. Für solche zahlen diese dann gerne einen Obulus.

Zusätzlich argumentieren Gegner der Volksinitiative, dass nebst der SRG auch regionale Fernsehsender abschalten müssten, weil sie keine Subventionen mehr erhalten würden. Dazu kann ich nur vom Telebasel berichten, das ohne Subventionen eine grössere Einschaltquote hatte (ca. 140‘000/Tag) als mit Subventionen (knapp 60’000/Tag)! Die Verantwortlichen fanden für sehr beliebte Sendungen, wie Telebar, 7 vor 7, usw. immer Sponsoren.

Es spricht nichts dagegen, diese Zwangssteuer abzuschaffen; deshalb ein mutiges JA in die Urne!

haberthuer felix

Felix Haberthür, Parteipräsident SVP Binningen